Samstag, 13. August 2016

Tag 11 Molokai - Das beinahe unberührte Hawaii

Liebe Reisebegleiter!

Der Blogtitel lässt es erahnen: Wir kamen gestern auf einer weiteren Insel an, nämlich Molokai.(nordwestlich von Maui gelegen) Oft heißt es, dass der Weg zum Urlaub bereits ein ähnlich schönes/interessantes Erlebnis ist, wie der Urlaub selbst. (Für lange United Flüge kann man das nicht bestätigen). Für den heutigen Tag kann man das ohne jeden Zweifel behaupten. Um 5:30 ging es von unserem Appartement zum Flughafen, wo es in dieser Maschine der Mokulele Airlines (wörtlich übersetzt Flugzeug Fluglinie) nach Molokai ging. 



Es gab keinen Security Check und man hat den Weg zum Flugzeug direkt vom Check In Schalter zu Fuß angetreten, wo einen die beiden Captains freundlichst empfangen haben. In der neun Personen Maschine waren gerade einmal vier Personen, wodurch das ganze Erlebnis durchaus Privatflieger Charakter hatte. 











In Molokai angekommen ging es schnurstracks zum Trailhead des Pali Cliff Trails. Diesen Trail darf man nur mit einer eigenen Permit bewandern, da es sich bei diesem Gebiet um den Kalaupapa National Historical Park handelt. Die Siedlungen, welche sich am Fuße der Klippen befinden, waren Sammelplatz für alle an Lepra erkrankten Hawaiiener. Da man nicht wirklich wußte, wie man mit dieser Krankheit umgehen sollte, wurden diese Siedlungen als Exilstätte der Erkrankten (gegen ihrem Willen) gegründet, da sie nur per Schiff oder zu Fuß (heute auch per Flugzeug) erreichbar sind. Katholische Priester und Ordensleute, wie Father Damien oder Sister Marianne taten ihr Bestes, um das Leben der Menschen in den Siedlungen zu verbessern. Diese Isolationspolitik wurde erst 1969 aufgehoben, obwohl bereits in den 1940er Jahren ein Heilmittel gefunden wurde. 



Dieser Trail führt auf seinen rund 4,5 Kilometern eine der steilsten Klippen der Welt hinab. Insgesamt sind in 500 Höhenmetern rund 25 Kehren zu passieren. 






Unten angekommen, wird man mit wunderbaren Ausblicken auf die umliegenden Klippen belohnt.






Bei einer Bustour erfuhren wir mehr über die Geschichte der Siedlungen. Immer wieder konnten wir Blicke auf Naturwunder erhaschen, die zeigen, wie unberührt diese Insel geblieben ist.






Sehr schön auch die Kirche, bei welcher der bereits erwähnte Father Damien seine letzte Ruhe fand.



Der Weg bergauf, erneut 4,5 Kilometer, hat es dann wirklich in sich. (Einen Bergziege müsste man sein)



Hier die verschiedenen Gefühlsstadien am Weg nach oben:

1.Phase: "Das packen wir schon"


2.Phase: "Die Last der Welt liegt auf unseren Schultern"


3.Phase: "Die Erdanziehungskraft zieht uns nach unten"


4.Phase: "Ich brauche Urlaub von diesem Urlaub"


Spaß beiseite: Wir sind schließlich gut angekommen und waren stolz darauf es doch sehr gut überstanden zu haben. Belohnt haben wir uns mit einem kurzen Strandspaziergang.



Hotels sind auf Molokai übrigens genauso rar gesäht, wie amerikanische Franchiseunternehmen. Mc Donalds & Co sucht man hier vergebens. Dafür wird man mit einem wirklich ursprünglichen Hawaii belohnt. Die Zeit scheint hier still zu stehen und alles wirkt entschleunigt..außer, die coole Band, welche unser Abendessen in unserem Hotel bereichert hat.





Alles Liebe

Matthias & Esther

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