Seit gestern sind wir auf der zweiten Insel unseres Hawaii Honeymoons, auf Maui. Der Flug von Kaui dauerte ganze 40 Minuten. Trotz der kurzen Flugdauer wurde sogar Saft serviert. Die Flughäfen sind übrigens sehr überschaubar und es reicht wenn man maximal eine Stunde vor Abflug am Flughafen ist. Eine nette Abwechslung zu unseren bisherigen Flugerfahrungen auf dieser Reise.
Maui ist mit knapp 1900km2 die zweitgrößte Insel Hawaiis, also fast dreimal so groß wie das Bundesland Salzburg.
Die hawaiianischen Inseln zählen zu jenen Inseln, die am weitesten vom nächsten Festland entfernt sind. Sie befinden sich etwa in der Mitte der circa kreisrunden pazifischen Platte, Esther würde sagen, sie befinden sich in der Verlassenschaft. Diese Einsamkeit bringt nicht nur eine einzigartige Fauna und Flora mit sich, sondern auch ungewöhnliche klimatische Bedingungen. Maui ist ein interessantes Beispiel für ein außergewöhnliches Klima und eine schöne Veranschaulichung, wie Wetter funktioniert, da man es hier sehr deutlich erkennen kann.
Maui besteht aus einem kleinen und einem großen Kreis. Auf dem großen Kreis befindet sich der 3.055m hohe Haleakala. Mächtig baut er sich von der Küste aus auf. Dieser Berg ist aus vielen Gründen bemerkenswert. Im Zusammenhang mit dem Wetter ist allerdings hervorzuheben, dass er mehrere Klimazonen beherbergt. Auf einer Seite teilt er sich in eine feuchte und eine trockene Gegend. Die Grenze bilden die an den Berg stoßenden Wolken, auf der anderen Seite ist er tropisch. So wie der Berg, hat auch die Insel mehrere Klimazonen. Manche sind so trocken, dass das Entzünden von Feuern verboten ist. In den hügeligen Gebieten wiederum hängt stets eine dichte Wolkendecke.
Maui hat sich gestern etwas wärmer und auch trockener präsentiert als Kaui. Es hatte um die 32 Grad. Auf Kauai haben wir die 30er Grenze kaum überschritten.
Unser Hotel befindet sich auf der Westküste der Insel, in Kihei. Der Ausblick von unserem Balkon kann sich jedenfalls sehen lassen.
Nach unseren mäßigen Erfahrungen mit dem Dodge SUV, sind wir nun übrigens auf einen Jeep Trailhawk umgestiegen. Das Auto macht durchaus Spaß.:)
Begonnen haben wir unseren Aufenthalt im tropischen Teil Mauis. Wieder einmal hat sich gezeigt, und das möchten wir wirklich allen aus Herz legen, dass man am meisten sieht, wenn man sich Zeit für einen Erkundungstrail nimmt. Der Waihee Ridge Trail hat eine Länge von rund 6km hin und retour und bietet einen Einblick in die vielfältige Flora und Fauna der Insel Maui.
Er führt durch Klippen, welche der Napali Coast auf Kauai ähneln.
Immer wieder bietet sich ein Blick auf das Meer.
Irgendwann einmal erreicht man die Wolkendecke, wodurch man glaubt, über den Wolken zu schweben.
Damit endet unser Eintrag aber noch nicht. Hier nun gleich der Bericht des heutigen Tages. Es ging hoch hinauf. Genauer gesagt von Meeresniveau auf über 3.000 Meter, in den Haleakala Nationalpark.
Auf der rund einstündigen Fahrt bieten sich auf der Serpentinenstrecke immer wieder tolle Ausblicke auf die Insel.
Die Air Force betreibt am Gipfel übrigens ein Observatorium, wo alle vom Menschen gefertigten Weltraumobjekte beobachtet werden.
Wir ihr auf den Fotos sicherlich bemerkt habt, befinden wir uns hier über den Wolken und aus der Vegetation ist zu schließen, dass es nicht sehr oft regnet. Auf dem Trail konnten wir auch einige Exemplare der 'ahinahina bewundern. Diese Pflanze existiert nur auf Hawaii und ist sehr stark gefährdet. Es ist daher umso wichtiger, ihren natürlichen Lebensraum zu schützen, indem man den vorgegebenen Trail nicht verlässt. Eine ganz faszinierende Pflanze, die durch - eh klar - menschliches Fehlverhalten beinahe ganz ausgestorben wäre. Das National Park Service (NPS) arbeitet daran, den Bestand zu schützen und zu erhöhen.
So sind wir 8 km hin und retour, sowie Ca 400 Höhenmeter pro Richtung in der kraterlandschaft gewandert. Die Umgebung bestand hauptsächlich aus Stein in vielen unterschiedlichen Farben. Pflanzen waren nur sehr spärlich vorhanden.
Alle in diesem Beitrag zeigt sich jedenfalls die ungemeine Diversität Hawaiis. Wir hoffen, dass wir euch diesen Eindruck vermitteln können.
Alles Liebe
Esther & Matthias


















































Liebe Reisende,
AntwortenLöschenjeden Tag verfolge ich euren schönen Blog.
Von allen Blogs, die ihr bis jetzt geschrieben hat, hat dieser eindeutig die beeindruckendsten und schönsten Bilder... Das lässt das Herz eines großen Lost-Fans höher schlagen ;))
Schön, dass ihr jeden Tag soviel erlebt und wir immer daran teilhaben können!
Dickes Bussi nach Hawaii!
p.s. ... und wie ich euch um das frische Obst beneide!!!
LöschenBeeindruckende Bilder und beeindruckende Landschaften!! Witzig, dass die Wolken immer soo tief liegen. Da oben dürfte die Temperatur die 30°-Marke wohl auch nicht ganz erreicht haben. Toll, was für schön hohe Pflanzen auf diesem trockenen Steinboden wachsen! Bin schon gespannt auf den Tropenteil, ob der auch so anders aussieht als auf Kauai. Danke für die interessanten Kommentare und die schönen Aufnahmen (jetzt sind es fast genug, um einen guten Eindruck von dem zu bekommen, was Ihr seht)! Freue mich schon auf die Fortsetzung!
AntwortenLöschenTolle Bilder und hervorragend, fast wissenschaftlich erklärt. Auf den Bildern kann man sehr gut die sich stauende feuchte Bewölkung erkennen, die fast linealartig abgeschnitten ist. Ähnlich wie bei Föhn in den Alpen. Wenn ihr durch die Wolken " durchgegangen " seid, waren die Turbulenzen hoffentlich erträglich :-)
AntwortenLöschenDie Landschaft ernnert mich an Island.Die Pflanzen sind einzigartig und stehen bizarr in der Landschaft
AntwortenLöschenAuch bei uns hatte es heute in der Früh 9 Grad, also Temperaturmäßig können wir mithalten :-)