Liebe Reisebegleiter!
Nach dem gestrigen Blumentag haben wir uns heute noch einmal in die Vulkanlandschaft des Hawai'i Volcanoes NP begeben.
Zu Beginn sind wir über den Crater Rim Drive zu verschiedenen Aussichtspunkten gefahren. Die Landschaft in diesem NP unterliegt ständigen Veränderungen auf Grund der Vulkanausbrüche. Die Ausbrüche können viele Formen annehmen: manchmal wird die Landschaft einfach nur zugeschüttet. Manchmal bilden sich auch Lavaseen, deren Wellen im Kessel schwappen und wiederum an anderen Malen bricht ein Berg zusammen und ein größerer Krater entsteht. Die Lava kann aber auch Höhlen und Röhren hinterlassen.
Die Vulkane werden von der Göttin Pele beherrscht und betrieben. Die beim Ausbruch austretende Lava führt naturgemäß dazu, dass die sich unter ihr befindende Landschaft zerstört und Platz für neue geschaffen wird. Wenn die Lava aber ausgekühlt ist, sorgt Peles Schwester Hi'iakaikapoliopele dafür, dass sich neues Leben ansiedelt.
Wir stellen also zunächst verschiedene Formen neu entstandener Landschaften entlang des Crater Rim Drive vor:
Der Crater Rim Drive führt von über 1000m Seehöhe bis zum Ozean. Dort haben sich steile Klippen gebildet. Wenn Lava in den Ozean fällt, stauen sich manche Steine auf und bilden einen mehr oder weniger steilen Haufen entlang der Küste. Teilweise stürzt die Küste in sich zusammen, weil das Gestein zu lose ist, oder das Wasser schwemmt Höhlen und Bögen heraus. Beides ist an dieser Küste der Fall, aber es ist sehr gefährlich, sich dort aufzuhalten, weil sie unerwartet einstürzen könnte. Mit starker Kraft und Schwung donnern die Wellen gegen diese Küsten.
Und hier seht ihr den Dampf der in den Ozean fließenden, bei ihrem Eintritt noch heißen, Lava. Streng genommen ist es wahrscheinlich gar kein Dampf im technischen Sinne. Was man hier sieht, sind jedenfalls die Spuren jener heißen Lava, die in den Ozean tropft. Bei Nacht sieht das aus wie ein Schokobrunnen mit Zuckerdampf. Bei Tag sieht man (oder hört von einem Ranger), dass die Lava bei ihren Eintritt in den Ozean auf Grund der hohen Temperaturunterschiede explodiert. So entstehen nicht nur eindrucksvolle Bilder, sondern im Ergebnis auch schwarzer Sandstrand.
An dieser Stelle möchten wir gerne ein paar eurer Fragen beantworten:
~ es ist durchaus verlockend, Lava mit nach Hause zu nehmen. Es ist aber verboten, irgendwelche Stücke aus einem Nationalpark zu entfernen, zu beschädigen etc. dies gilt genauso für Pflanzen und Tiere. Die Nationalparks dienen ua dazu, gefährdete Natur wiederherzustellen, zB werden im gegenständlichen Nationalpark endemische hawaiianische Pflanzen, die von Menschen und Tieren zerstört wurden, wieder angepflanzt, um ihren Bestand zu sichern.
~ wir hätten gerne auf der Lava unsere Pizza - wahlweise auch eine Klobasse - gegrillt. Wir glauben, dass das zwar erlaubt ist, aber eine Beleidigung der hawaiianischen Kultur darstellt, in der die Lava als Wirken der Göttin Pele eine große Rolle spielt.
~ technisch gesehen müsste man die Klobasse aber grillen können. Auf der Heißen, gelben, Lava wird sie vermutlich verbrennen (gelb Ca 1200 Grad), aber auf der schwarzen Kruste müssten sie ganz gut werden.
Zur Lava gäbe es noch so viel zu sagen, aber zurück zu unserem Tagesablauf. Am Nachmittag sind wir den Kilauea Iki Trail (Weg des kleinen Speienden) gegangen. Dieser Trail war sehr schön. Zunächst führt er durch einen wunderschönen und wunderbar klingenden Regenwald ....
...aber dann durch einen Krater. In diesem Krater fanden unter anderem im Jahr 1959 zahlreiche Eruptionen statt, die die Bildung eines Lavasees verursachten. Man kann sehr gut erkennen, wir hoch die Lava stand (bis zum Beginn aka Rest des Regenwaldes). Der See wurde dann sehr schnell wieder in eine Öffnung zurückgezogen und wieder ausgestoßen. Weil die Oberfläche sofort hart wurde, trat in den Ritzen weniger Dichte Lava hervor. Durch die Eruption entstanden auch immer wieder Wellen, was man sehr gut erkennen kann.
Heute schwimmt zwar kein See mehr und die Lava ist verfestigt, aber abgekühlt ist sie noch immer nicht, weshalb bei Regen dampfende Löcher, ähnlich wie im Yellowstone NP, zu sehen sind.
Der vorletzte Teil des Kilauea Iki Trails führt durch die - ebenfalls bereits vorgestern besuchte - Thurston Lava Tube.
Am Abend sind wir wieder weitergereist, aber dazu morgen!
Stay tuned,
Esther und Matthias









































Bilder beeindruckend wie immer. Tragt Ihr Jacken, weil es kühl ist - trotz Fußbodenheizung - oder weil es regnet? Wie sind überhapt die Temperaturen in den verschidenen Höhen?
AntwortenLöschenVon gestern: Was ist teuer beim Essen? Bitte um Vergleiche!
AntwortenLöschenDiese Landschaft ist sehr karg...