Liebe Reisebegleiter!
Leider sucht Hawaii heuer ein ungewohntes Ausmaß an Regen heimgesucht und wie und erzählt wurde, herrscht auch eine ganz ungewöhnliche Feuchtigkeit. Da es gestern die ganze Nacht geschüttet hat und Flash Flood Warnungen für ganz Oahu ausgegeben wurden, haben wir den ursprünglich geplanten, steilen Trail abgesagt und uns stattdessen in das Bishop Museum in einem Außenbezirk Honolulus besucht. Dieses Museum wurde vom Ehepaar Bishop errichtet und ist keine staatliche Einrichtung. Die Museumsgebäude befinden sich auf einem Hügel mit schöner Aussicht auf Honolulu und besteht aus mehreren Gebäuden, in denen thematisch getrennte Ausstellungen untergebracht sind.
Begonnen haben wir unseren Besuch in Planetarium, in dem wir wissenswerte Informationen über die Systeme der Erde und die Satelliten, mit denen diese Systeme beobachtet und analysiert werden, erhielten. Beispielsweise kreist die ISS verhältnismäßig sehr nahe an der Erde, weit unter den GPS Satelliten. Am weitesten entfernt sind in aller Regel die Wettersatelliten, damit sie einen größeren Blickwinkel auf die Erde haben. Es wurde zB auch mit grafischer Untermalung dargestellt, mit welchen Mitteln (Radiowellen, Infrarot, Röntgen, etc) die Satelliten messen und man sah einige Beispiele für die gemessenen Daten. Zum Abschluss des Planetariumbesuches sahen wir uns eine Präsentation des aktuellen nächtlichen Sternenhimmels über Hawaii an, bei der wir einige bekannte Bilder wieder sahen. Derzeit kann man über Hawaii mit freiem Auge Saturn, Mars, Venus und Merkur sehen.
In den hawaiianischen und pazifischen Hallen konnten wir viel über die Geschichte Hawaiis lernen. Bemerkenswert ist etwa, dass im der hawaiianischen Kultur stets Ausgewogenheit besteht, zB zwischen Männern und Frauen, indem es für jeden Gegenpart der Zuständigkeit eines männlichen Gottes einen weiblichen Gott gibt, oder zwischen Herrscher und Untertanen, indem zwar das Volk vom Herrscher abhängig ist, das beherrschte Land aber nur durch die Arbeit des Volkes gedeihen kann.
In diesen schönen Hallen sind bedeutende Stücke der hawaiianischen Kunst, Kultur und des Alltags ausgestellt und mit Bildern und Videos erklärt.
Wir haben uns auch eine Sonderausstellung über Haie angesehen, die ja auch vor den Küsten Hawaiis schwimmen. Haie sind wirklich faszinierende Tiere. Es gibt sie schon länger als die Dinosaurier und im Laufe ihrer Entwicklung haben Sie unglaubliche Fähigkeiten entwickelt, so können sie sehr, sehr gut sehen, hören, riechen, spüren, etc.
Vielerorts wird der Hai ausschließlich als Bedrohung betrachtet oder verspeist, sodass er mittlerweile auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten steht. Das ist wirklich paradox, wenn man bedenkt, dass er - wie gerade erwähnt - schon länger als die Dinosaurier existiert. Der Mensch glaubt aber, die ganze Welt am Land und zu Wasser beherrschen zu müssen und hinterlässt überall seine schädlichen Spuren.
Oft lässt sich der Mensch auch von Hollywoodfilmen fehlleiten und fürchtet sich mehr als notwendig. Natürlich sollte man die Haie nicht unterschätzen, sondern sie respektieren und ihr Leben und Territorium respektieren. Aber auch wenn man unachtsam ist, und sich versehentlich in von Haien besuchten Gebieten aufhält, beißen der große Weiße und Konsortien nicht unbarmherzig zu. Hier eine ganz interessante Darstellung, in welcher die von den Medien stets unter großem Rummel berichteten Haimorde (die natürlich tragisch sind!) etwas in Relation gesetzt werden:
(Nach all dem, was wir beobachtet haben, ist Nummer eins tatsächlich mehr als plausibel!)
Natürlich gab es auch eine Ausstellung über Vulkane...
... in der man sogar seinen eigenen Ausbruch simulieren durfte:
Da die Satellitenbilder für den frühen Nachmittag besseres Wetter prophezeiten, haben wir uns nach der spannenden Fortbildung im Museum (das mit einem Eintritt von $ 22,50 nicht ganz billig ist, aber die Erhaltung ist nicht gratis und es ist wie erwähnt ein privates Museum) auf einen der schönsten Trails begeben. Benannt ist er nach den vom Militär errichteten Bunker.
Der Trail beginnt neben einer Privatstraße im Wohnbezirk Lanikai.
Er führt über einen steilen Anstieg
auf den Grat eines der zahlreichen grünen Hügel auf Oahu. Von dort genießt man eine wunderschöne Aussicht, wie man sie sonst nur aus Katalogen und Prospekten entsprechender Immobilienmaklerunternehmen kennt. Ein Traum, dieses türkise Meer und die kleinen Inseln. Auf die Inseln kann man auch hinausfahren, da sich einige Leute darauf befanden. Ob sie allerdings in Privatbesitz stehen, wissen wir nicht. Sie sehen einfach toll aus.
Heute war es übrigens ziemlich heiß, so wie man sich erwartet. Es war aber nur auf den Flanken sehr heiß, am Grat herrschte eine angenehme Brise.
Auf der anderen Seite der Blick ins Landesinnere:
Dieses Bild lässt erahnen, was für einen weiten Blick man aus den Bunkern hat:
So kunstvoll sehen die Bunker heute aus:
Stay tuned
Esther & Matthias



































So schöne Fotos, Oahu ist ein Muss für den nächsten Besuch. Ganz tolle Fotos, das Blau und Grün sind dort so viel kräftiger und schöner anzusehen als überall anders. Ich liebe Hawaii, have fun ;)
AntwortenLöschen